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Miss Bookiverse
Isla and the Happily Ever After
The Girl Who Soared Over Fairyland and Cut the Moon in Two
The Cabinet of Curiosities: 36 Tales Brief & Sinister
Hildafolk
Confessions of an Almost-Girlfriend
The School for Good and Evil
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Charlie and the Great Glass Elevator
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The Golden Compass
Glennkill
I Don't Want to Kill You
Silber: Das erste Buch der Träume
Mr. Monster
The Sin-Eater's Confession
Twelve Minutes to Midnight
Landline
Four: A Divergent Collection
September Girls
Gilded Ashes

Diesmal hab ich alle abgebildeten Bücher vorbildlich im lokalen Handel gekauft und dafür ganz unvorbildlich noch keins davon gelesen.

Mit The Queen of the Tearling liebäugele ich eh schon länger. Eigentlich wollte ich das Hardcover haben, weil das so viele tolle Extras hat (schickes Vorsatzpapier, Lesebändchen usw.), aber das Vorsatzpapier ist lustigerweise als einzelne Seiten auch in dieses riesige Paperback gebunden (optisch macht das nicht viel Sinn finde ich), der Rücken sieht toll aus, ein Lesebändchen brauch ich eh nicht zwingend und na ja, das war einfach schon da und ich wollte es und schwupps, ist es zur Kasse gehüpft.

Ich bin leider tot war eine Zufallsentdeckung am gleichen Tag. Ich fand den Titel lustig und dann hat mich der Autorenname stutzig gemacht. Erstens kenne ich ihn aus der Verdammt heiß Anthologie und zweitens ist er ein schwedischer Name. Das Buch ist also eine Übersetzung aus eben dieser Sprache und somit lese ich es gern auf Deutsch. Mir gefällt es wie die Schweden über Jugendliche und Beziehungen/Sexualität schreiben. Offener und lockerer als die meisten amerikanischen Autoren.

Das Ava Lavender Buch hatte ich auch schon länger auf dem Radar und dann sah ich es im Regal und es ist so wunderschön und nur um die 300 Seiten dick dünn. Das ist doch ganz schnell weggelesen, hallo Kasse, willkommen zu Hause, Ava.

Von Jana Scherer hatte ich schon mal das episodenartige Mein Vater, sein Schwein und ich gehört und fand es ziemlich amüsant. Mein innerer Elvis lag für einen Euro in der Grabbelkiste. Muss ich mehr sagen?

Habt ihr welche der Bücher schon gelesen? Gut oder sogar richtig fabulös?

Kurzer Flashback: 2011 habe ich das deutsche Hörbuch zu The Maze Runner gehört und fand es ganz ok. Als die Fortsetzungen nach und nach erschienen, hab ich das eher ignoriert, obwohl ich vorhatte die Reihe irgendwann weiterzulesen. Schließlich kam der erste Trailer zum Film und hat mich wieder an die Trilogie (+ Prequel) erinnert. Ich hab also beschlossen Teil 1 zu rereaden. Diesmal im Original, in der Hoffnung, dass es mir besser gefallen würde.

Euphorisch wie ich war, habe ich mir direkt den Schuber gekauft, fest im Glauben die Reihe hintereinanderweg durchzubrettern. Pustekuchen. Beim Reread von Teil 1 stellte sich heraus, dass die erfunden Wörter im Englischen tatsächlich nicht so dämlich klingen wie in der Übersetzung, so richtig Spaß hat das Rereaden aber nicht gemacht, deshalb habe ich mein Gedächtnis kurzerhand mit einer Zusammenfassung aufgefrischt und bin direkt in den zweiten Teil gestartet.

Tja. Mir scheint das Maze Runner Gen zu fehlen. Versteht mich nicht falsch. Die Idee und die Story finde ich ziemlich spannend, aber während ich mir Dylan O’Brian als Thomas im Film richtig toll vorstelle, kann er mich im Buch einfach nicht überzeugen. Auch Newt und Minho lassen mich kalt. Ich möchte diese Jungs mögen, aber sie geben mir einfach nichts. Sie haben kaum Persönlichkeitszüge und wenn doch, dann eher unsympathische. Und dann dieser Schreibstil. Er ist einfach so grottenlangweilig. Ich habe lange nicht mehr so uninspirierte Dialoge gelesen. Ich fand sie weder lustig noch informativ. Sie waren einfach nur da, damit die Jungs eine Unterhaltung führen.

Was findet ihr denn alle daran? Sehe ich das so überkritisch? Oder gibt es noch jemanden, der James Dashner für einen schlechten Schreiber hält?

Nach 166 Seiten Scorch Trials habe ich das Buch jedenfalls zugeklappt und das Kapitel Maze Runner für mich beendet. Dank Fanwiki ist meine Neugier über den weiteren Verlauf der Story gestillt und der Schuber ist heute zurück ins Geschäft gewandert.

Twelve Minutes to Midnight von Christopher Edge (goodreads)

Von: 2012 | Verlag: nosy crow | Format: eBook | Seiten: 259 |
Reihe: Penelope Treadwill 1/3 | Übersetzt: – | Genre: Mystery, Historical, Middle Grade

Inhalt in einem SatzMöchtegern-Sherlock Holmes Penelope Treadwill versucht die mysteriösen Ereignisse in einer Irrenanstalt aufzuklären, um daraus eine Idee für ihre nächste Gruselgeschichte zu gewinnen.

Das Setting (viktorianisches London) stimmt und der vorliegende Fall hat es in sich. Überraschend, spannend, nur leider mit einer zu überdrehten Auflösung. All das könnte trotz des für ein Kinderbuch sehr nüchternen Schreibstils so schön sein, wäre da nicht Pappfigur Penelope. Nicht nur, dass der Autor mich gar nicht erst richtig an sie herangelassen hat (alle Figuren scheinen eher Mittel zum Zweck zu sein), sie kann mit ihren 13 Jahren auch einfach alles. Penny ist klug, gerissen, talentiert und vom Glück des Zufalls gesegnet. In einem Wort: langweilig. Jeder brenzligen Situation entkommt sie ohne Probleme. Mit ein paar menschlichen Schwächen und wenigstens drei Jahre älter, wäre sie mir viel realistischer vorgekommen und ich hätte mehr Spaß daran gehabt den Fall an ihrer Seite aufzuklären.

Meine Neugier hat noch für ein Viertel der Fortsetzung gereicht, aber weder das fehlende Rätsel noch Pennys teils hochnäsige Art konnten mich zum Weiterlesen von Shadows of the Silver Screen bewegen.

3 Schweinchen

Das steckt drin: Spinnen, ein Irrenhaus, Doyle, Kippling und H.G. Wells persönlich, schattengleiche Figuren und ein spannender Kriminalfall.

Für Fans von: Sherlock Holmes, Sally Lockhart

Im Moment lese ich zwei Bücher (eigentlich sogar noch mehr, aber egal ;D). Zum einen hat mich die Patrick Ness Lesung so angefixt, dass ich More Than This nach nur 9 Monaten (immerhin genug Zeit, um einen Menschen zu erschaffen) noch mal lese. Mein Mastergedächtnis hat einiges vergessen, aber es ist interessant die Geschichte mit dem Wissen über den Verlauf und das Ende zu lesen. Diesmal blättere ich nicht fieberhaft weiter, weil ich wissen muss, was als nächstes passiert, sondern mache mir in Ruhe Gedanken über das, was Seth erlebt und was es bedeuten könnte.

Wenn mir das zu eintönig wird, schiebe ich eine Kurzgeschichte aus der Pretty Monsters Anthologie ein. Das Buch ist verrückt. Ich habe bisher drei Geschichten gelesen und sie waren alle ziemlich seltsam, aber auf die gute Art. Ungewöhnlich und originell.

Und was lest ihr gerade so?

Isla & the Happily Ever After von Stephanie Perkins (goodreads)

Von: 2014 | Verlag: Dutton | Format: eBook | Seiten: 352 |
Reihe: Companion zu Anna & the French Kiss und Lola & The Boy Next Door |
Übersetzt: Rendezvouz in Paris | Genre: Contemporary, Young Adult

Inhalt in einem Satz: Isla kehrt für ihr letztes Schuljahr ins Internat nach Paris zurück und stellt fest, dass ihr jahrelanger Schwarm Josh sich endlich für sie interessiert.

Isla und Josh haben mich genauso in ihr Liebesnest gezogen wie damals Anna und St. Clair. Das Schöne an Isla und Josh ist, dass ihre Beziehung so harmonisch und simpel ist. Ständig musste ich kichern und lächeln und mit Isla rotwerden und „hach“ und „oooh“ vor mich hinsäuseln. Die Geschichte ist einfach schön. Punkt.
Ach und heiß. Bei den beiden geht es endlich mal richtig zur Sache und das wird sehr angenehm beschrieben.

Der Knackpunkt schließlich war mir etwas zu künstlich. Ich fand Islas Gedanken durchaus nachvollziehbar, aber es kam mir alles ein bisschen zu „irgendwas muss die beiden jetzt doch noch auseinander bringen“ vor.

Toll war es außerdem wieder mit den Figuren durch Paris zu spazieren. Stephanie Perkins hat einfach ein Händchen für Städtefeelings und so bringt sie dem Leser in diesem Buch nicht nur New York und Paris näher, sondern auch noch eine weitere Stadt, die ich dringend besuchen möchte.

Oh und Kurt! Er ist Islas bester Freund und hat Autismus. Das Thema wird ganz wunderbar nebensächlich behandelt und verleiht der Geschichte doch etwas Ungewöhnliches.

Der Cameo von Anna, St. Clair und co. war ziemlich clever eingebunden. Unter anderen Umständen hätte ich diese bestimmte Aktion übrigens für total überstürzt und kitschig gehalten, aber hier, ach, whatever, ich fand’s einfach ganz schlimm romantisch und toll.

Das steckt drin: verbotene Treffen in Internatszimmern, Memoiren in Form einer Graphic Novel, Pariser Pizza und andere Köstlichkeiten, große und kleine Schwestern, ein Kompass und viel Tinte auf Papier (und Haut).

4,5 Schweinchen

Patrick Ness Lesungen in Berlin

Momentan findet in Berlin das alljährliche Literaturfestival statt. Die Planung der Events ist mir ein kleines Rätsel. Ich meine, da bekommt man schon einen Patrick Ness auf sein Festival, lässt ihn sogar die Eröffnungsrede halten und dann finden alle Veranstaltungen mit ihm vormittags statt.

Was macht das Fangirlherz der Miss Bookiverse in diesem Fall? Richtig, einfach mal gechillt freinehmen und ein Einzelticket kaufen, was darin resultierte, dass ich zwischen zigtausend Schulkindern im Saal saß. Inzwischen fühle ich mich unter so vielen Teenagern echt alt. Die sind alle so laut und wuselig und aufgedreht (und dieser Schweißgeruch), meine Güte, wie anstrengend muss der Beruf Lehrerin sein?

Auf jeden Fall gab es am Mittwoch eine Veranstaltung zu More Than This und am Donnerstag (ja, heute) eine zu A Monster Calls. Patrick Ness hat so ein bisschen die gleiche Nummer abgezogen ;) Wirkte nicht einstudiert, aber er hat schon so seine Routine und scheint bestimmte Fragen (Who of you wants to be a writer?) öfter zu stellen.

Zur More Than This Veranstaltung hielt er gleichzeitig die Eröffnungsrede des Literaturfestivals. Er hat von seiner Jugend in den USA erzählt, wie schwer es war in einer streng religiösen Gemeinschaft aufzuwachsen und wie wenig Bücher es für einen schwulen Teenager Ende der achtziger Jahre gab, mit denen er sich hätte identifizieren können. Klingt ein bisschen deprimierend, aber er hat alles immer wieder mit Witzen und Sprüchen aufgelockert.

Ich muss schon sagen, ich bin dem guten Herren ein wenig verfallen. Seine Bücher haben es mir ja schon angetan, aber es war schön mal die Person hinter den Seiten zu erleben und festzustellen wie sympathisch und offen sie ist. Frech war er auch. Viele Schüler, die Fragen gestellt haben, hat er ganz schön auf die Schippe genommen (und meine Güte, wie verunsichert die sofort waren), aber meistens hat er wirklich nur geneckt.

Vorgelesen hat er natürlich ebenso, aber nicht so viel, weil er betont hat wie unglaublich lange auf deutschen Lesungen gelesen wird. Das kenne er aus keinem anderen Land und das hielte er für Quatsch. Ganz meine Meinung. Schön lesen kann er trotzdem und ich bin natürlich sofort in Rereadlaune versetzt worden.

Was mir wichtig erschien, war dass er gesagt hat, dass die ganze Aussage von MTT eigentlich im letzten Satz steht und dass er das Ende gar nicht offen findet (im Gegensatz zu mir… need to reread). Außerdem hat er erzählt, dass A Monster Calls letzte Woche mit den Dreharbeiten begonnen hat, das Drehbuch hat er übrigens geschrieben.

Nach der Veranstaltung gab es noch Signiermöglichkeiten. Die habe ich ordentlich genutzt und alle meine Bücher von ihm unterschreiben lassen (sehr praktisch, wenn man an 2 Tagen hingeht und nicht direkt mit einem riesen Stapel die komplette Schlange aufhält). In fast alle hat er noch eine kleine Nachricht geschrieben und ein bisschen unterhalten konnte ich mich auch noch mal mit ihm. Boah, was war ich nervös. Unglaublich wie mein Englisch sich in solchen Situationen verheddern kann.

Also es war toll, auch wenn ich mich zwischen den Schulkindern wie ein Alien gefühlt habe. Wenn Patrick Ness in euer Nähe ist, geht hin und genießt ein paar Stunden Charisma, Witz und clevere Gedanken.

The Cabinet of Curiosities: 36 Tales Brief & Sinister
von Stefan Bachmann, Katherine Catmull, Claire Legrand & Emma Trevayne
(goodreads)

Von 2014. Diese Sammlung enthält 36 Geschichten und zahlreiche Zeichnungen, in denen es um Feen, Märchen, Flüche, Magie, Tiere und andere fabelhafte Wesen und Ereignisse geht.

Schon die liebevolle Aufmachung ♥. Das Buch ist wie ein richtiger Schrank (cabinet) in thematische Schubladen unterteilt (z.B. “Travel” oder “Luck”) und in jeder liegen eine handvoll Geschichten verborgen. Im Durchschnitt verbringt man 10 Seiten mit einer Erzählung, perfekte Häppchengröße also. Ich habe mich gute drei Monate davon ernährt, immer mal wieder zwischen Romanen ein paar eingeworfen und genossen.

Manche Geschichten erzählen aus der Vergangenheit, andere spielen in einer fremden Welt und einige verbreiten ihren Schrecken direkt in unserer Gegenwart. Man könnte sagen, dass sich das Buch an Kinder richtet, aber ich als Kopfkind hatte genauso viel Vergnügen damit.

Zwischendurch gibt es Briefe von den tapferen Sammlern der Geschichten, die sich untereinander austauschen oder darauf hinweisen, dass die eine Schublade noch mal genauer auf Ungeheuer untersucht werden sollte. Ich konnte mit diesem Austausch nicht viel anfangen, denn sie haben die Geschichten für mich kaum bereichert.

Meine Liebingsgeschichte war übrigens The Garden Full of Bad Things von Claire Legrand, in dem ein tapferer, kleiner Hund Alice aus einem etwas anderen Wunderland trifft. Außerdem hat mich Katherine Catmull auf ihren wunderschönen Schreibstil aufmerksam gemacht. Was haben die Damen denn bisher noch so geschrieben?

Und jetzt geht selbst diesen Wunderschrank erkunden. Auf der Website gibt es zahlreiche Appetithappen, die es nicht ins Buch geschafft haben.

Das steckt drin: eine geheimnisvolle Tortenbäckerei, seelengleiche Pflanzen, hungrige Spinnen, ein beängstigender Spiegel und viele, viele andere Schubladen.

5 Schweinchen

Sich vor Buchverfilmungen zu retten, ist in den letzten Jahren schier unmöglich geworden. Aber wieso auch retten, wenn vielversprechenden Adaptionen dabei sind? Heute stelle ich euch drei vor, auf die ich sehr gespannt bin und deren Vorlage ich vor dem Gucken des Films noch unbedingt lesen möchte.

The Maze Runner.
Eigentlich hab ich das Buch sogar schon gelesen, bzw. gehört. Ich fand es damals aber irgendwie nicht so gut und da alle anderen es total geil finden, schiebe ich das einfach auf die Übersetzung und habe mir vorgenommen das Buch noch mal im Original zu lesen. Falls das ebenfalls schief geht, freue ich mich trotzdem auf den Film, der Trailer sieht nämlich episch aus (na ja, und Dylan O’Brien…).

Gone Girl.
Hier bin ich gerade mittendrin. Höre das Hörbuch und bin auch schon am großen Twist vorbei. Bisher gefällt es mir ziemlich gut, ist mal was ganz anderes für mich. Ich vermute aber, dass der Film an Reiz verliert, wenn man die Story schon kennt. Schau ich mir dann mal irgendwann auf DVD an.

The Selected Works of T.S. Spivet.
Das Buch hab ich schon oft gesehen und für seine ganzen Zeichnungen und Erklärungen in den Seitenrändern bewundert. Als ich den Trailer dann zufällig im Kino erwischte, war ich total überrascht, weil ich gar nichts von der Verfilmung mitbekommen habe. Auf jeden Fall sieht der Film genauso süß aus wie das Buch, wird also höchste Zeit es zu lesen und danach zu gucken.

Den 3. Band der Fairyland Reihe lese ich gerade. Habe ewig lange darauf gewartet, dass das Paperback erscheint und es ist so ein wohligwarmes Gefühl jetzt zum anbrechenden Herbst in Valentes unglaublichem Schreibstil zu versinken. Ich bin ja nicht sicher, ob ich beim 4. Band nächstes Jahr wieder so viel Geduld haben werde.

The Theory of Everything war quasi ein Abschiedgeschenk des Captains. Bei ihr aussortiert, bei mir gut aufgenommen.
I Don’t Want To Kill You ist inzwischen ein alter Hut. Längst gelesen und hier mit seinen zwei Vorgängern zusammen vorgestellt. Aber der Vollständigkeit halber ist es mit drauf.

Die letzten 2 Bücher sind Graphic Novels. Hildafolk habe ich gestern schon gelesen, ungefähr in 10 Minuten. Der Preis ist also fraglich, aber das Heft ist unglaublich schön gestaltet (mit kleinen Klappen und illustriertem Vor- und Nachsatz), die Geschichte ist niedlich und ich unterstütze gern so talentierte Künstler wie Luke Pearson.
Bald folgt noch Through The Woods, fünf illustrierte, angeblich sehr gruselige Märchen. Auch hier ist die Aufmachung schon wunderschön, denn auf dem Cover wurde mit unterschiedlichen Lacken gearbeitet.

Kennt ihr schon was davon oder kommt ihr lieber bald vorbei zum Teetrinken und Schmökern? ;)

The School for Good & Evil von Soman Chainani (goodreads)

Von 2013. Ist der erste Teil der gleichnamigen Trilogie. Der Middle Grade Fantasyroman erzählt von den beiden Freundinnen Sophie und Agatha, die an dem Internat für “good and evil” landen, um zu wahren Prinzessinnen bzw. Hexen ausgebildet zu werden. Aber schon bei der Einteilung nach Gut und Böse steht ihnen die erste Überraschung bevor.

Der Titel dieses Buches teilt schon wunderbar alles in zwei Lager, und genau so hab ich mich beim Lesen gefühlt. Einerseits good (irgendwie ist das Buch süß und die Idee cool und wow, die Wendung hatte ich gar nicht erwartet), andererseits evil (boah, das nervt, das ist mir zu kindisch und wieso dreht sich alles im Kreis?).

Die Grundidee ist cool. Ein Internat für Bösewichte und Helden, Hexen und Prinzessinnen. Die einen lernen gute Taten, die anderen Flüche. Die einen unterziehen sich Schönheitskuren, die anderen sind stolz über die erste Warze. So klischeehaft zieht sich das durch die ganze Geschichte. Ich glaube, eigentlich wollte der Autor mit genau solchen Klischees aufräumen, sie spielerisch nutzen und übertreiben, um zu zeigen wie blödsinnig sie sind. Leider ist ihm das nicht ganz geglückt. Ganz am spektulären Ende wird zwar einiges in Frage gestellt, aber bis dahin muss man sich eine Sexismusphrase nach der anderen anhören. Prinzessinnen müssen sich retten lassen, sie müssen gut aussehen und ohne einen Prinzen sind sie eigentlich eh nur Hexen. Mein Lieblingssatz aus dem Mund des Prinzen war „princesses wouldn’t question my authority“. Wüärgs.

Außerdem dreht sich fast 500 Seiten lang alles im Kreis. Agatha will nach Hause und versucht Sophie davon zu überzeugen. Sophie verleugnet Agatha, nennt sie eine Hexe usw. Dann braucht Sophie Hilfe und Agatha unterstützt sie ohne Wenn und Aber, nur damit Sophie sie anschließend wieder wie Dreck behandeln kann. Agatha lernt nie dazu und lässt dieses Getue wieder und wieder über sich ergehen. Klar, ist es schön, dass sie an das Gute in ihrer Freundin glaubt, aber irgendwann ist es einfach zu dumm sich so behandeln zu lassen und nicht zu sehen wie sprunghaft die beste Freundin ist.

Diese beiden Protagonistinnen hatten viel Potential. Sophie ist so übertrieben ätzend, dass sie mich damit gut unterhalten hat und Agatha hab ich richtig ins Herz geschlossen und glücklich beobachtet wie sie langsam zu sich selbst findet. Leider sind die Charaktere in ihrer Entwicklung etwas inkonsequent. Ständig wechseln sie hin und her. Mal hat Sophie einen brillianten Einfall, dann ist sie wieder dumm wie Lebkuchen. Agatha ist eigentlich die Clevere von beiden, lässt sich aber trotzdem immer wieder herumschubsen. Die anderen Figuren handeln ähnlich, erst sind sie alle für das Gute, dann passiert etwas und sie sind wieder für das Böse. Viel zu sprunghaft für meinen Geschmack.

In dieses Wechselbad der Gefühle passt auch der Ton des Romans. Denn auf der einen Seite gibt es Szenen mit Furzwitzen, auf der anderen sterben mit wenigen Worten Figuren grausame Tode. Nicht meine Mischung. Ich bin froh, dass das Ende in sich abgeschlossen ist und das Finale relativ befriedigend explodiert. Auf die Fortsetzung A World Without Princes werde ich verzichten.

Das steckt drin: selbstverliebte Prinzen, sprechende Gargoyls und Wölfe, wechselwarme Freundschaften, pappfigurengleiches Lehrpersonal, groom und doom rooms und ein Klassenzimmer aus Süßigkeiten.

3 Schweinchen

auf September 2014

So viele tolle Bücher erscheinen im September! Ich konnte mich kaum entscheiden. Eigentlich hätten auch Die Seiten der Welt (Kai Meyer), Rooms (Lauren Oliver) und Jackaby (William Ritter) dabei sein müssen, aber ich wollte euch nicht überfluten.

Poisoned Apples werde ich mir ziemlich sicher kaufen, denn es ist eine Gedichtsammlung (also schnell zu lesen und nur etwas über 100 Seiten lang). Wie man am Cover erkennt, geht es um Märchen, aber der Beschreibung nach auch um Frauen und wie sie mit sich selbst umgehen.

Das Cover von Spirit’s Key scheint perfekt zur Beschreibung zu passen, denn es geht um ein Mädchen, deren toter Hund als Geist zu ihr zurückkehrt. Ich liebe Hunde. Und magische Kräfte gibt es auch. Außerdem hab ich gerade große Lust auf magische Middle Grade Bücher, v.a. mit tierischen Begleitern.

Auf jeden Fall sofort, am besten jetzt, haben möchte ich The Incredible Adventures of Cinnamon Girl, weil ich das erste Buch von Melissa Keil (My Life Outer Space) grandios fand. Ist eigentlich egal, worum es geht, aber wie der Titel schon andeutet, kommt eine Bäckerei vor. Njooommm. Blöd, dass das Buch wahrscheinlich etwas schwerer zu bekommen sein wird, weil es eine australische Veröffentlichung ist, aber wozu gibt es Fishpond?

Von Jandy Nelson hab ich bisher nur Gutes gehört und das Geheimnis, das ein Zwillingspaar hier umhüllt, klingt spannend. Also los, gebt mir die Sonne.

Die Inhaltsangabe zu The Lonely muss ich zitieren. Achtung: “Easter Deetz struggles with The Lonely—a debilitating condition that affects all the women in her family. The Lonely makes people sad and it makes them lie. One day, Easter’s sister drops a boulder on her in The Woods. As she bleeds to death, she’s forced to face those lies with a bunch of judgmental squirrels watching. Which sucks.” Wat? Das klingt so schräg, dass es mich total neugierig macht.

Na und Schizo verrät schon im Titel, dass es um einen Jungen mit Schizophrenie gibt. Finde ich super spannend, hab ich in Buchform glaub ich noch nicht gelesen.

Und ihr so? Freut ihr euch mehr auf die Neuen von Kai Meyer und Lauren Oliver? Oder habt ihr noch was ganz anderes auf dem Radar?

Da der Captain demnächst allein in See sticht, hat sie ein paar ihrer Matrosen zum Überwintern bei mir untergebracht. Ich freue mich schon drauf die Bande näher kennen zu lernen und ein paar lauschige Monate mit ihnen zu verbringen.

Landline von Rainbow Rowell (goodreads)

Von 2014. Ist ein Contemporaryroman mit einem Touch Magischem Realismus für Erwachsene. Das Buch erscheint im Dezember unter dem Titel Zwei Worte vor und eins zurück auf Deutsch. Es erzählt die Geschichte von Georgie, einer erfolgreichen TV-Serien-Autorin, die nach zahlreichen Jahren der Ehe feststellt, dass sie Job, Ehemann und Kinder nicht mehr unter einen Hut bekommt.

Dieses Buch hat mein Herz gefressen. Wie Fangirl hat mich jedes Kapitel in diesen wohlig-warmen Kuscheldeckenzustand versetzt. Trotzdem ist es ganz anders als Fangirl, denn es geht um Erwachsene. Ein bisschen hab ich mich schon darüber erschrocken wie gut ich mich in das Leben und die Beziehung eines fast 40jährigen Pärchens hineinversetzen konnte. Davon bin ich ja doch noch gute 15 Jahre entfernt. Aber es ist so erfrischend mal ein Buch über eine langjährige Beziehung zu lesen. Keine Schmetterlinge und Ungewissheiten mehr sondern vertrautes einander-auswendig-Kennen und ein Familienalltag, der ganz andere Hürden mit sich bringt.

Georgie und Neil haben mich an mich selbst erinnert, mich zum Lachen und zum Schwärmen gebracht. Wie traurig ist es bitte, dass ich nur noch ein ungelesenes Rainbow Rowell Buch vor mir habe? Mit Landline hat sie sich in die Liga meiner Lieblingsautoren geschrieben und bewiesen, dass ich jedes Genre von ihr lesen würde.

Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: in Landline tauchen zwei Figuren auf, die aufmerksame Leser aus einem anderen Roman der Autorin kennen dürften :)

Das steckt drin: Harry Potter Anspielungen, ein magisches Telefon, ein Ende bei dem sich alles fügt, ein Kind, das denkt es sei eine Katze (meow), ein schwangerer Mops, der erste Schnee, TV-Comedy und handgezeichnete Cartoons.

5 Schweinchen

The Selection von Kiera Cass (goodreads)

Von 2012. Ist der erste Teil einer Trilogie (die nun doch noch zwei Fortsetzungen bekommen wird) und heißt auf Deutsch nur Selection. Die Geschichte handelt von einem dystopischen Kastensystem, bei dem junge Mädchen die Möglichkeit haben in Form einer “Bachelorshow” zur Prinzession aufzusteigen.

Ich wusste, dass dieses Buch nichts zum Ernstnehmen sein würde. Die Story ist eine dystopische Ausgabe des Bachelors – von daher wollte ich die niveaulose Unterhaltungsbeschallung, die TV-Serien dieser Art bieten. Blieb leider aus. Wo war das Drama? Wo die Intrigen und Zickenkriege, die ich am WG-Leben von gestellten Castingshows so liebe? Für die paar Zickereien, die hier stattfinden, hätten Germany’s Next Top Model Kandidatinnen nur ein müdes Lächeln übrig.

An Spannung hapert es auch. Allein die Titel der Fortsetzungen nehmen viel vorweg. Den Rest kann man sich nach den ersten 50 Seiten zusammenreimen. Danach folgen Kitsch und unspektakuläres Geblubber. Das meiste wird nur kommentarlos vorgesetzt. America (dieser Name) und Maxon sind jetzt Freunde, weil sie das so beschlossen haben, nicht etwa, weil es sich subtil entwickelt hat. In diesem Roman ist es wie mit Facebook: Freundschaftsanfrage akzeptiert. Tja, nicht mit mir.

Für ein guilty pleasure Buch fehlt es mir hier an überzeichenten Schockmomenten und hasswürdigen Figuren. Als TV-Serie könnte ich es mir ganz gut vorstellen, aber daraus wird ja nichts.

Das steckt drin: Kastensystem, Liebesdreieck, königliches Hofgehabe, politische Rebellen zum Kaputtlachen und zu viele Behauptungen.

2 Schweinchen

Hättet ihr lieber ein alethiometer oder einen dæmon?

Ihr kennt das Buch oder mindestens den Film bestimmt alle. Nach dem deutschen Hörbuch vor ein paar Jahren (und einer englischen Hörspielfassung noch etwas früher) lese ich das Buch nun zum ersten Mal mit Buchstaben und Seiten. Es ist nicht einfach geschrieben und manchmal etwas langatmig erzählt, aber die Ideen sind einfach so gut und die Welt so überraschend, dass ich dennoch Spaß habe.

Zwei meiner Lieblingselemente im Buch sind das alethiometer (der “Goldene Kompass”), dem man jede Frage stellen kann und eine wahre Antwort erhält (soweit man des Lesens der Zeichen mächtig ist). Wenn ich so eins hätte, würde es wahrscheinlich die Googlefunktion meines Smartphones ersetzen (“Liebes alethiometer, fällt dir ein Synonym für “süß” ein?). Ich meine, was soll ich in unserer Welt auch groß für Fragen stellen. Vielleicht noch, ob mich jemand angelogen hat. Möglicherweise kann es einem auch bei schweren Entscheidungen helfen. Habt ihr Fragen, die so ein Kompass beantworten könnte?

Wie wahrscheinlich unschwer zu erkennen ist, würde ich mich mit brüllendem Jubelgeschrei für einen dæmon entscheiden. Wer will denn sowas nicht (vielleicht Leute, die nichts mit Tieren anfangen können)? Er ist ja wie ein Haustier, nur noch viel besser, weil er sich in der Kindheit und Jugend hin und herverwandeln kann und immer bei einem ist und wie eine Verkörperung der eigenen Seele. Yes please! Man hat natürlich ein bisschen den Schwarzen Peter gezogen, wenn sein dæmon beschließt zu einem Wassertier (Wal, Delfin) zu werden und man somit nie vom Meer wegkommt (man kann sich ja nur bis auf wenige Meter von seinem dæmon trennen). Ich glaube aber nicht, dass mein dæmon sich zu einem Hai manifestieren würde, eher ein Wolf, das wär schön, aber ich frage mich immer, ob das eher eine Traumvorstellung ist.

Nehmt ihr lieber den dæmon oder das alethiometer? Welche Form hätte er und welche dringenden Fragen würdet ihr zuerst stellen?

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