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Der optimale Buchladenbesuch

Als ich neulich bei Dussmann war, habe ich festgestellt, dass ich mich am liebsten allein durch die Regale stöbere. Niemand, der liebevoll drängend auf mich wartet und schon beginnt sich zu langweilen, aber gleichzeitig auch keiner, der mich mit seiner ansteckenden Euphorie ablenkt. Nichts gegen die Begleitung von Büchersüchtigen. Ich liebe es mit Captain Cow Buchhandlungen unsicher zu machen, aber dabei geht es wirklich seltener um Bücher und viel mehr ums Quatschen. Meistens müssen wir uns erst mal auf den aktuellen Stand bringen, danach wird über dieses Buch gequietscht, gefragt, ob sie jenes schon kennt und das neue Lieblingswerk in die Hand der anderen gedrückt. Das lenkt ab. Wir erzählen uns wie wir den anderen Roman des Autors fanden oder das Clickclickric das gerade erst gelesen und richtig gut bewertet hat. Das da wird bald verfilmt und oh Gott, hast du das neue Cover von dem da schon gesehen? Ich muss dir auch noch den Link zu den neuen Penguin Classics schicken und lass uns mal schauen, ob das im Internet auch so teuer ist. Schnatterschnatterschnatter. Da geht mir das Bücherherz auf, weil ich endlich mit jemandem über all die Themen reden kann, die meine sonstige Umwelt nicht weiter interessiert. Wirklich was vom Angebot in der Buchhandlung hab ich da am Ende bloß nicht mitbekommen.

Wenn ich alleine bei Dussmann bin, kann ich in Ruhe dort stehen bleiben, hier reinlesen, das in die Hand nehmen und denke nicht die ganze Zeit darüber nach, ob ich es dem Captain direkt zeigen soll oder ob sie mir wohl davon abraten wird oder dass sie mal schauen soll wie toll das unter dem Schutzumschlag aussieht. Ich kann mir meine eigenen Gedanken machen und mich irgendwo mit einem Stapel Bücher hinsetzen, um erste Seiten lesen. In Ruhe und nach Bauchgefühl entscheiden, was heute mit nach Hause kommt. Jede Regalreihe einzeln mit den Augen abtasten und immer die erste sein, die einen glorreichen Fund macht.

Ich mag beide Arten von Besuchen gleich gern, denn sie haben beide fabelhafte Seiten an sich. Optimal für mich wäre es wahrscheinlich am Montag allein zu Dussmann zu gehen und am Dienstag zusammen mit meiner Buchbegleitung.

Und bei euch so? Wen nehmt ihr mit in den Buchladen und wen lasst ihr nebenan im Café sitzen?

Nashville oder Das Wolfsspiel von Antonia Michaelis (goodreads)

Inhalt in einem Satz: Svenja beginnt einen neuen Lebensabschnitt: neue Stadt, erstes Studium, erste eigene Wohnung, weg von den Eltern und plötzlich mit einem kleinen Straßenjungen als Mitbewohner, der leider mörderische Geheimnisse mit sich herumträgt.

Ein typischer Antonia Michaelis Jugendroman, wie sie ihn seit 2011 jährlich abliefert. Das heißt nicht, dass die Autorin nichts Neues mehr zu bietet hat, nur dass man bekommt, was man erwartet (und das ist gut so).

Der Schreibstil sucht noch immer seines gleichen. Sätze wie “Im Wartezimmer […] saßen Kreisläufe und Blutdrücke, Übergewichte und Zuckereinstellungen und blätterten sich durch bunte Hochglanzlösungen für keine Probleme” oder “Deine Augenringe kann man einem Zikuslöwen zum Durchspringen anbieten” bringen meine Kreativzellen zum Funkensprühen. Ein Gedankenschlaraffenland so voll von Köstlichkeiten, dass mir ehrlich gesagt auch manchmal schlecht davon wird.

In Nashville wird sich diesmal dem Wegsehthema Obdachlosigkeit gewidmet. Das macht meistens ziemlich wenig Spaß und hat mir ein mulmiges Ich-will-mich-damit-doch-aber-lieber-nicht-auseinandersetzen-Gefühl bereitet. So macht die Autorin das eben. Da tut’s weh? Dann drück ich noch mal so richtig drauf. Sonderlich provokant wird es allerdings nur bei dieser einen Kussszene.

Die Geschichte hat hier und da ihre Längen, aber ich bin trotzdem problemlos bis zum Ende am Ball geblieben, um die durchaus schlüssige Auflösung zu erfahren.

4 Schweinchen

Das steckt drin: Studentenleben, eine Messersammlung, Akkordeonmusik, das ein oder andere Bier, Leichen auf dem Anatomietisch, ein besetztes Haus und ein kopfstehender Junge im Küchenschrank.

Standalone | Genre: Contemporary, Mystery, New Adult

Für den Graphic Novel Nachschub hat Faith Erin Hicks’ Friends With Boys gesorgt. Das Buch hab ich letztes Wochenende gelesen und fand es sehr süß. Ich mag den Zeichenstil von FEH unheimlich gern und werde mir nach und nach auch ihre anderen Werke besorgen.

Im Vorfreude auf September Post hatte ich Cinnamon Girl und Poisoned Apples bereits angepriesen. Das Zimtmädchen hat einen wochenlangen Postweg aus Neuseeland hinter sich, Hobbits hat es leider keine mitgebracht. Viel schneller ist dagegen Poisoned Apples bei mir gelandet und vom halben Apfel hab ich mich auch schon vergiften lassen.

Ebenfalls auf dem currently reading shelf sitzt Ruin & Rising. Die ersten 100 Seiten sind vorbeigeflogen, aber bisher fehlt es mir noch an Pepp.

Auf die Twisted Myths habe ich schon in meinem Halloween-Dreierlei hingewiesen. Das Buch ist so schön aufgemacht, mit ganz vielen gruseligen Illustrationen. Davon zeig ich euch in einem Bookstagram Post bestimmt bald mal was.

Und bei euch so? Habt ihr schon was von den abgebildeten Papierklötzen gelesen?

Ich bin leider tot und kann heute nicht in die Schule kommen
von Sara Ohlsson
(goodreads)

Inhalt in einem Satz: Olivia wird von ihrem Freund verlassen und während sie eigentlich versucht ihn zurückzuerobern, bemerkt sie plötzlich all die anderen jungen Männern in ihrem Umfeld.

Von Olivias Jungsabenteuern kann man halten, was man will. Ich finde es nicht weiter schlimm, wenn sie auf der einen Party mit dem knutscht und auf der anderen mit dem. Sie ist jung und an niemanden gebunden. Anders liegt der Fall, wenn sie andere damit verletzt, wenn sie sich all das nur unter extremen Alkoholeinfluss traut und wenn nie die Rede von Verhütung ist.

Olivia erzählt sehr ehrlich und schonungslos von ihren Eskapaden. Ich mag das, auch wenn ich nicht jede ihrer Handlungen gutheißen kann. Sie ist jung, verwirrt, macht Fehler und das ist okay. Am Anfang hatte ich Sorgen, dass das Buch sie kommentarlos als Schlampe hinstellen würde, so wie sie es selbst und viele Menschen in ihrem Umfeld tun, aber die letzten Kapiteln sprechen für mich doch eine andere Sprache.

Was noch? Extrem kurze Kapitel, manchmal nicht mal eine halbe Seite lang. Demnach ist die Erzählweise etwas abgehackt, genau mein Fall. Der Stil ist klar heraus und oft lustig. Vor allem, wenn Olivia mit ihrem besten Freund Tor (platonische Freundschaft, kein plötzliches „ach, ich bin doch schon ewig heimlich in dich verliebt“) abhängt.
Der Umgang mit Sex und dem Alleinwohnen ist viel offener als bei US-amerikanischen Jugendbüchern, die mir im Vergleich oft viel zu überbehütet sind.
Ach und noch was: es geht mal um das Zerbrechen einer langjährigen Beziehung. Nicht die ersten Schmetterlinge.

4 Schweinchen

Das steckt drin: Hormone, Familiendynamik, Depressionen, selbstgenähte Kleider, tiefgekühltes Essen und amüsante SMS.

Für Fans von: Verdammt heiß

Originaltitel: Jag är tyvärr död och kan inte komma till skolan idag |
Standalone | Genre: Contemporary, Young Adult

Der Halloweenmonat ist da! Einer meiner liebsten, weil er so viel Tolles mit sich bringt. Kürbissuppe, Gespenster und Skelette auf jeder Essensverpackung, buntes Raschellaub, gemütliches Lesewetter und natürlich eine ordentliche Portion Grusel. Passend dazu möchte ich diesen Monat folgende Bücher unbedingt im Lesepensum unterbringen:

Between the Devil & the Deep Blue Sea
Der Titel ist so wunderschön poetisch und klingt nach schauriger Atmosphäre. Der Roman schlummert eh schon auf dem Kobo und bei Gefallen würde ich den abschließenden zweiten Teil direkt hinterherschieben.

Twisted Myths
Ist heute gerade bei mir eingezogen. Es ist ganz toll illustriert und erzählt verschiedene Mythen aus aller Welt nach. Wenn ich die Bilder so anschaue, sind die meisten davon sicher nichts für Angsthasen.

Frankenstein
Und schließlich ein Klassiker, den ich schon ewig vor mir herschiebe. In letzter Zeit habe ich total Lust darauf, aber ich hab auch immer Angst vor der Sprache oder eventueller Langeweile. Wenn es mich begeistert, lese ich im Anschluss die Nacherzählung This Dark Endevour. Die sitzt nämlich eh schon im Regal.

Und bei euch so? Lest ihr auch was Gruseliges im Oktober? Oder seid ihr kleine Angsthasen? :)

The Queen of the Tearling von Erika Johansen (goodreads)

Teil 1 einer Trilogie | Bisher nicht übersetzt | Genre: High Fantasy, Dystopie, (Young) Adult | Bonus: eine Verfilmung mit Emma Watson ist geplant

Inhalt in einem Satz: Kelsea ist ihr Leben lang behütet und versteckt aufgewachsen, nur um in ihrem 19. Lebensjahr zur Königin gekrönt zu werden und plötzlich ein ganzes Königreich regieren zu müssen.

Kaminfeuer, der Geruch von Tannennadeln, heulender Sturm, der ums Gemäuer pfeift und zwischen den Händen einen Krug dampfenden Tee. Die Kuscheldecke das Bärenfell um eure Schultern nicht zu vergessen. Seid ihr bei mir? Gut, ich hab nämlich eine Geschichte aufgetan, die nach genau so einem Setting verlangt.

Ich möchte euch Kelsea und ihre Leibgarde vorstellen. Kelsea ist gerade 19 Jahre alt und soll plötzlich die Herrscherin über ein ganzes Königreich sein. Jeder will glücklich gemacht werden, keiner soll hungern. Gar nicht so leicht. Vor allem, wenn man erst mal damit anfangen muss seine eigene Leibgarde für sich zu gewinnen. Was hab ich mich amüsiert über das Gekabbel zwischen ihr und ihren Soldaten. Und wie schön war es die Entwicklung mitzuverfolgen, von skeptischem Misstrauen bis zu respektvoller Zuneigung. An Romanik wird passenderweise gespart, aber es gibt trotzdem zwei Kandidaten, bei deren Szenen ich immer direkt ein wenig aufgeregt wurde (natürlich the Fetch und ich glaube das mit Pen könnte sich auch noch entwickeln…).

Mit diesem Buch habe ich festgestellt wie spannend ich herrschende Königinnen finde. Wie bestimmt sie den Hauptmann ihrer Garde? Wer wohnt noch in ihren Gemächern? Wie nahe steht ihre Zofe ihr? Was hat sie zu entscheiden und wer will da noch mitreden? Mehr davon!

Was ihr sonst noch wissen müsst: Der Roman fühlt sich an wie High Fantasy, spielt aber in der Zukunft. Klingt jetzt ein bisschen verrückt, wird auch noch nicht allzu hell beleuchtet, aber ich denke das kommt noch. Der gleiche Satz noch mal für die Alterseinstufung: Der Roman fühlt sich an wie Young Adult, ist aber streng genommen eher für Erwachsene. Soll heißen es geht um eine junge Frau und deren Erwachsenwerden, aber vor bildlichen Gewalt- und Sexschilderungen wird nicht zurückgescheut.

Also, schmeißt das Teewasser an holt die Kaminfeuer-DVDs aus den Schränken. Ihr müsst jetzt dieses Buch lesen, damit wir zusammen über die Identität von Kelseas Vater und die Vergangenheit von Mace spekulieren können. Ich will nicht die einzige sein, die bis Juni auf die Fortsetzung warten muss.

5 Schweinchen

Das steckt drin: Menschenhandel, Magie, Intrigen, Bücherliebe, ein Meisterdieb, Saphire, mich quälende Geheimnisse, eine große Portion menschlicher Anstand und eine Handvoll Selbstzweifel.

Für Fans von: Graceling, A Song of Ice and Fire

Na, kennt ihr die Kategorie noch? Ich dachte, ich könnte sie mal wieder rauskramen. Die Fotos werden größer, wenn ihr raufklickt :)

Bei Foto 1 hab ich ganz zufällig das perfekte Lesezeichen zum Buchtitel ausgewählt. Foto 2 ist schon gefühlte Ewigkeiten her, da war noch Sommer und ich habe September Girls gelesen.
Foto 3 und 4 sind topaktuell, nämlich meine Bibliotheksausbeute von letzter Woche und die Karte aus The Queen of the Tearling. Das Buch hab ich gestern beendet und es war fabelhaft! Fünf Schweinchen!

The Elementals von Francesca Lia Block (goodreads)

Standalone | Bisher nicht übersetzt
Genre: Contemporary, Magical Realism, Mystery, New Adult

Inhalt in einem Satz: Ariel beginnt ihr Studium und versucht Alltag, die Krankheit ihrer Mutter, das Verschwinden ihrer besten Freundin und die charismatischen neuen Begegnungen in ihrem Leben unter einen Hut zu bekommen.

So wirr und seltsam dieser Roman auch sein mag, am Ende löst sich das Mysterium auf. Zurück bleibt ein poesievoll verfasster Gedankensalat, der seinesgleichen in Sachen Zutaten (Magie, Sex, exotisches Essen, exquisite Beschreibungen) vermissten lässt, aber sicher nicht auf jedem Teller Anklang finden wird.

Das steckt drin: Magischer Realismus, Drogenkonsum (Alkohol und Joints), Krebs, Mitbewohnermobbing, Feen (?), Sex, Mutterliebe, Trauerverarbeitung.

Für Fans von: Francesca Lia Block

3,5 Schweinchen

auf Oktober 2014

Rain Reign kennt ihr nich, oder? Hab ich zumindest bisher kaum irgendwo gesehen. Kann mich auch nicht erinnern, wo ich es aufgetan habe, aber es geht um ein Mädchen mit Asperger-Syndrom (unter anderem) und sie lebt bei ihrem (Alkoholiker?) Vater und hat einen Hund und liebt diesen Hund und hach, das allein weicht mir schon das Herz auf.

Die Anthologie My True Love Gave To Me mit den tollsten Autoren der Welt (David Levithan! Laini Taylor! Stephanie Perkins! … na gut, es fehlen schon ein paar) bietet dem Titel nach alles für die Feiertage. Werde ich mir also eher im Dezember holen. Dann hab ich auch noch mehr Zeit mich für diese Ausgabe oder die andere zu entscheiden.

Blue Lily, Lily Blue – muss ich mehr sagen?

Auf Ghosts of Heaven bin ich nicht ganz so scharf, es klingt irgendwie ähnlich wie Midwinterblood vom selben Autor und die Story erinnert mich an Cloud Atlas, aber das ist ja eigentlich cool und die Cover sind auch alle eins schöner als das andere.

Auch irgendwo zufällig entdeckt habe ich Playing for the Commandant. Ist bestimmt was für ein paar von euch. Ich weiß doch wie sehr ihr auf Zweite Weltkriegsgeschichten steht. Vor allem, wenn ein jüdisches Mädchen sich in den Sohn des Nazikommandanten verliebt. Das macht mir jetzt schon Kummer.

Und bei euch? Raven Boys #3 und dann? ;)

The Coldest Girl in Coldtown von Holly Black (goodreads)

Von: 2013 | Verlag: Indigo | Format: Paperback | Seiten: 419 | Reihe: Standalone |
Übersetzt: – | Genre: Paranormal, Young Adult

Inhalt in einem Satz: Protagonistin Tana macht sich mit einem infizierten Freund und einem unbekannten Vampir auf den Weg zur nächsten Coldtown, einer abgesperrten Stadt, in der Vampire und solche, die es werden wollen leben und feiern.

Wenn man den Berry Medley Tee von Lipton so lange ziehen lässt wie ich als bekennende Teebeutel-einfach-Drinlasserin nimmt er eine richtig schön blutige Farbe an. Ein bisschen schmeckt er auch so – wenn man nebenher ein Vampirbuch liest.

Holly Black hat sich am klassischen Mythos orientiert und ihn in die Neuzeit verlegt. Sonnenlicht nein, Internetstream ja. Manche ihrer Vampire sind grandiose, Partys schmeißende Berühmtheiten, denen das Blut von Freiwilligen in angezapften Venen hinterhergetragen wird. Das lässt alles cool und hip wirken, unterschwellig bleibt aber die Urangst vor den eigentlichen Monstern erhalten.

Vor allem die ersten Kapitel haben mich mit einem Schauder im Nacken um Tana bangen lassen. Umso blöder, dass die Story kontinuierlich abnimmt und sich am Ende mit lauter praktischen Fügungen in Nichts auflöst. Als hätte jemand den Vampir in der Sonne stehen lassen.

Atmosphärisch hat mich der Roman an Hollys erste Werke erinnert (Tithe, Valiant, Ironside), die punkigen Figuren und die unverschämte Sexyness eines gewissen Vampirs.

Ich fasse zusammen: coole Figuren, schaurige Atmosphäre, lahme Story.

3,5 Schweinchen

Wenn ihr das Buch trotzdem lesen wollt, empfehle ich wie gesagt das Berry Medley. Im deutschen Handel heißt der Tee "Fruity Fun – Erdbeere & Himbeere" und genau das steckt auch drin (die Früchte, nicht der Fun). Angenehm süß, aber durch die Himbeere das Himbeeraroma (oder vielleicht die Hagebutte oder den Hibiskus?) schmeckt der Tee trotzdem frisch. Perfekt für Romane mit Gruselnote und/oder verruchten Verführern.

Jellicoe Road von Melina Marchetta (goodreads)

Von: 2006 | Verlag: HarperTeen | Format: Paperback | Seiten: 419 | Reihe: Standalone | Originaltitel: On the Jellicoe Road | Genre: Contemporary, Young Adult

Inhalt in einem Satz: Zwei parallel erzählte Geschichten über Freundschaft, Familie und den Bandenkrieg in einem australischen Internat.

Auf den ersten 100, 200 Seiten hat mich Jellicoe Road ziemlich frustriert. Der Haupthandlung zu folgen, ist kein so großes Problem, aber die kursiv gedruckten Parts sind verwirrend. Klar, am Ende fügt sich alles, das Mysteriöse macht den Reiz aus aber bis dahin nervten die vielen Fragezeichen und zehrten an meiner Konzentration.

Zum Glück blättert sich das Buch weg wie eine Illustrierte. Schwupp schwupp schwupp, sind wieder 100 Seiten vorbei. Sehr motivierend.

Bei dem Durchflug habe ich gar nicht recht mitbekommen wie die Figuren sich still und heimlich in mein Herz geschlichen haben. Am Anfang waren sie noch einfach da, interessant genug um weiterzulesen, und plötzlich möchte ich mit ihnen im Baumhaus sitzen, Karaoke singen und sichergehen, dass sie wohl auf sind. Die meisten Pluspunkte bekommen Taylor, Raphi, Griggs und co. für ihren trockenen Humor. Was musste ich kichern über Kommentare, die einfach nur im Nebensatz eingebunden waren, aber so viel Bedeutung hatten:

Placing Raffaela in the path of an oncoming car becomes one of the major priorities of the next ten seconds of my life.


4 Schweinchen

Das steckt drin: Familientragik, Geheimnisse, trockener Humor, Freundschaft, territoriale Bandenkriegsspiele, ein Internat im australischen Nirgendwo.

Diesmal hab ich alle abgebildeten Bücher vorbildlich im lokalen Handel gekauft und dafür ganz unvorbildlich noch keins davon gelesen.

Mit The Queen of the Tearling liebäugele ich eh schon länger. Eigentlich wollte ich das Hardcover haben, weil das so viele tolle Extras hat (schickes Vorsatzpapier, Lesebändchen usw.), aber das Vorsatzpapier ist lustigerweise als einzelne Seiten auch in dieses riesige Paperback gebunden (optisch macht das nicht viel Sinn finde ich), der Rücken sieht toll aus, ein Lesebändchen brauch ich eh nicht zwingend und na ja, das war einfach schon da und ich wollte es und schwupps, ist es zur Kasse gehüpft.

Ich bin leider tot war eine Zufallsentdeckung am gleichen Tag. Ich fand den Titel lustig und dann hat mich der Autorenname stutzig gemacht. Erstens kenne ich ihn aus der Verdammt heiß Anthologie und zweitens ist er ein schwedischer Name. Das Buch ist also eine Übersetzung aus eben dieser Sprache und somit lese ich es gern auf Deutsch. Mir gefällt es wie die Schweden über Jugendliche und Beziehungen/Sexualität schreiben. Offener und lockerer als die meisten amerikanischen Autoren.

Das Ava Lavender Buch hatte ich auch schon länger auf dem Radar und dann sah ich es im Regal und es ist so wunderschön und nur um die 300 Seiten dick dünn. Das ist doch ganz schnell weggelesen, hallo Kasse, willkommen zu Hause, Ava.

Von Jana Scherer hatte ich schon mal das episodenartige Mein Vater, sein Schwein und ich gehört und fand es ziemlich amüsant. Mein innerer Elvis lag für einen Euro in der Grabbelkiste. Muss ich mehr sagen?

Habt ihr welche der Bücher schon gelesen? Gut oder sogar richtig fabulös?

Kurzer Flashback: 2011 habe ich das deutsche Hörbuch zu The Maze Runner gehört und fand es ganz ok. Als die Fortsetzungen nach und nach erschienen, hab ich das eher ignoriert, obwohl ich vorhatte die Reihe irgendwann weiterzulesen. Schließlich kam der erste Trailer zum Film und hat mich wieder an die Trilogie (+ Prequel) erinnert. Ich hab also beschlossen Teil 1 zu rereaden. Diesmal im Original, in der Hoffnung, dass es mir besser gefallen würde.

Euphorisch wie ich war, habe ich mir direkt den Schuber gekauft, fest im Glauben die Reihe hintereinanderweg durchzubrettern. Pustekuchen. Beim Reread von Teil 1 stellte sich heraus, dass die erfunden Wörter im Englischen tatsächlich nicht so dämlich klingen wie in der Übersetzung, so richtig Spaß hat das Rereaden aber nicht gemacht, deshalb habe ich mein Gedächtnis kurzerhand mit einer Zusammenfassung aufgefrischt und bin direkt in den zweiten Teil gestartet.

Tja. Mir scheint das Maze Runner Gen zu fehlen. Versteht mich nicht falsch. Die Idee und die Story finde ich ziemlich spannend, aber während ich mir Dylan O’Brian als Thomas im Film richtig toll vorstelle, kann er mich im Buch einfach nicht überzeugen. Auch Newt und Minho lassen mich kalt. Ich möchte diese Jungs mögen, aber sie geben mir einfach nichts. Sie haben kaum Persönlichkeitszüge und wenn doch, dann eher unsympathische. Und dann dieser Schreibstil. Er ist einfach so grottenlangweilig. Ich habe lange nicht mehr so uninspirierte Dialoge gelesen. Ich fand sie weder lustig noch informativ. Sie waren einfach nur da, damit die Jungs eine Unterhaltung führen.

Was findet ihr denn alle daran? Sehe ich das so überkritisch? Oder gibt es noch jemanden, der James Dashner für einen schlechten Schreiber hält?

Nach 166 Seiten Scorch Trials habe ich das Buch jedenfalls zugeklappt und das Kapitel Maze Runner für mich beendet. Dank Fanwiki ist meine Neugier über den weiteren Verlauf der Story gestillt und der Schuber ist heute zurück ins Geschäft gewandert.

Twelve Minutes to Midnight von Christopher Edge (goodreads)

Von: 2012 | Verlag: nosy crow | Format: eBook | Seiten: 259 |
Reihe: Penelope Treadwill 1/3 | Übersetzt: – | Genre: Mystery, Historical, Middle Grade

Inhalt in einem SatzMöchtegern-Sherlock Holmes Penelope Treadwill versucht die mysteriösen Ereignisse in einer Irrenanstalt aufzuklären, um daraus eine Idee für ihre nächste Gruselgeschichte zu gewinnen.

Das Setting (viktorianisches London) stimmt und der vorliegende Fall hat es in sich. Überraschend, spannend, nur leider mit einer zu überdrehten Auflösung. All das könnte trotz des für ein Kinderbuch sehr nüchternen Schreibstils so schön sein, wäre da nicht Pappfigur Penelope. Nicht nur, dass der Autor mich gar nicht erst richtig an sie herangelassen hat (alle Figuren scheinen eher Mittel zum Zweck zu sein), sie kann mit ihren 13 Jahren auch einfach alles. Penny ist klug, gerissen, talentiert und vom Glück des Zufalls gesegnet. In einem Wort: langweilig. Jeder brenzligen Situation entkommt sie ohne Probleme. Mit ein paar menschlichen Schwächen und wenigstens drei Jahre älter, wäre sie mir viel realistischer vorgekommen und ich hätte mehr Spaß daran gehabt den Fall an ihrer Seite aufzuklären.

Meine Neugier hat noch für ein Viertel der Fortsetzung gereicht, aber weder das fehlende Rätsel noch Pennys teils hochnäsige Art konnten mich zum Weiterlesen von Shadows of the Silver Screen bewegen.

3 Schweinchen

Das steckt drin: Spinnen, ein Irrenhaus, Doyle, Kippling und H.G. Wells persönlich, schattengleiche Figuren und ein spannender Kriminalfall.

Für Fans von: Sherlock Holmes, Sally Lockhart

Im Moment lese ich zwei Bücher (eigentlich sogar noch mehr, aber egal ;D). Zum einen hat mich die Patrick Ness Lesung so angefixt, dass ich More Than This nach nur 9 Monaten (immerhin genug Zeit, um einen Menschen zu erschaffen) noch mal lese. Mein Mastergedächtnis hat einiges vergessen, aber es ist interessant die Geschichte mit dem Wissen über den Verlauf und das Ende zu lesen. Diesmal blättere ich nicht fieberhaft weiter, weil ich wissen muss, was als nächstes passiert, sondern mache mir in Ruhe Gedanken über das, was Seth erlebt und was es bedeuten könnte.

Wenn mir das zu eintönig wird, schiebe ich eine Kurzgeschichte aus der Pretty Monsters Anthologie ein. Das Buch ist verrückt. Ich habe bisher drei Geschichten gelesen und sie waren alle ziemlich seltsam, aber auf die gute Art. Ungewöhnlich und originell.

Und was lest ihr gerade so?

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